Warum dreht sich die Wissenschaft manchmal im Kreis?   / 08. Januar 2010

In einem weiteren Experiment sollten Versuchspersonen, denen die Augen verbunden wurden, auf einem freien Feld versuchen, geradeaus zu laufen. Zufällig wichen die Wege von der geraden Linie ab, und das recht schnell. Manche Versuchspersonen versuchten geradeaus zu gehen und gingen in Kreisen, die manchmal sogar einen Durchmesser mit weniger als 20 Metern hatten. Kleine Abweichungen der sensomotorischen Reize scheinen sich zu verstärken und ein Rauschen zu erzeugen, das die Absicht durchkreuzt. Die Körperwahrnehmung reicht nicht aus, ohne Halt im Außen gerät man in die Selbsttäuschung. Dabei sollen unterschiedlich lange und kräftige Beine (biomechanische Asymmetrien) keine Rolle spielen, und auch andere spezifische “Neigungen” schließen die Wissenschaftler aus.

Die Neigung zum Kreisen könnte dafür sprechen, dass die Menschen lieber im Vertrauten bleiben und sich nicht in der Ferne verlieren wollen. Mit verbundenen Augen und ohne äußere Orientierungshilfen würden sich Menschen nach den Experimenten im Durchschnitt nicht weiter als 100 Meter von ihrem Startpunkt entfernen.

via TP: Warum wir zum Gehen im Kreis neigen.

Es gibt einige interessante Fragen, die Verhalten behandeln, die schlicht mit: “Weil man’s kann” beantwortet werden können. Und genauso gibt es wohl auch Fragen, die man mit “weil man es einfach nicht kann” beantworten kann. Sich auf solch eine einfache Antwort einzulassen, könnte bedeuten, dass man einen logischen Zirkel, der einen keine Antworten sondern immer nur weitere Fragen beschert, die einen immer wieder auf seine Ausgangsfrage zurückführen, durchbricht.

Also: Warum läuft der Mensch im Kreis, wenn er sich nicht orientieren kann? Weil er das Geradeauslaufen eben einfach nicht kann und die wahrscheinlichste Unterscheidung zu Geradeaus-Laufen eben Im-Kreis-Laufen ist.

Obama boxt sich durch   / 03. Januar 2010

Heroische Führung   / 02. Januar 2010

obama

Das neue Jahrzehnt ist angebrochen und neben den üblichen Klagen schleppen wir weiterhin handfeste Sorgen mit herum. Das Guantánamo-Lager ist noch immer auf und die Kriege gehen weiter. Die Schuld zuzurechnen ist jedoch schwierig, seit George W. Bush nicht mehr da ist.

Politik funktioniert einfach anders als man denkt. Das ist heute so und war auch zu Beginn nicht anders. Obama bleibt die richtige Wahl für seine Position. Solche Bilder sind für mich Begründung genug.

“Zivilisations”- statt “Natur”-schutz   / 09. Dezember 2009

Meadows: Wir müssen die Welt nicht retten. Die Welt wird sich selbst retten, so wie sie es immer getan hat. Manchmal dauert es eben einige Millionen Jahre, bis ein Schaden repariert und ein neuer Gleichgewichtszustand eingetreten ist. Die Frage ist vielmehr: Wie retten wir unsere Zivilisation?

via Klima-Debatte: “Kopenhagen ist ein riesiges Täuschungsmanöver”

Kirchen im weltoffenen Dorf   / 02. Dezember 2009

Malte Weldings Geschreibe ist mir oft zu abgeklärt, aber dieser Textenstieg scheint mir doch sehr angebracht:

Die Schweizer haben sich offline gegen den Neubau von Minaretten entschieden und nun wollen die deutschsprachigen Onliner nicht mal mehr die Kirche im Dorf lassen.

-> NETZEITUNG INTERNET NACHRICHTEN: Wenn Piraten das Minarett entern.

Schöne Dinge   / 02. Dezember 2009

Gläser

Dieses Glas ist schon ziemlich cool, noch wünschenswerter sind Ampeln mit einer Statusbar.

Cipher – Drinking glass. Psychic. | relogik.com

(via)