Mit ‘Zitat’ getaggte Artikel

Zitat des Tages   / 29. März 2007

Niklas Luhmann sagt:

Die moderne Gesellschaft scheint eine Grenze erreicht zu haben, an der nichts mehr nicht kommunizierbar ist – mit der einen Ausnahme: der Kommunikation von Aufrichtigkeit.
Denn wenn man nicht sagen kann, dass man nicht meint, was man sagt, weil man dann nicht wissen kann, dass andere nicht wissen können, was gemeint ist, wenn man sagt, dass man nicht meint, was man sagt, kann man auch nicht sagen, dass man meint, was man sagt, weil dies dann entweder eine überflüssige und verdächtige Verdopplung ist oder die Negation einer ohnehin inkommunikablen Negation. Dies Paradox der Kommunikation ist nicht zu vermeiden.

aus: Gesellschaft der Gesellschaft, Seite 311

Labertasche   / 14. November 2006

Rumsfelds Sprüche, wie etwa:

Ich würde nicht sagen, dass die Zukunft notwendigerweise weniger vorhersagbar ist als die Vergangenheit. Ich glaube, die Vergangenheit war ja auch nicht vorhersagbar, als sie begann.

gibt’s beim Spiegel.

Also wirklich, Herr Marx   / 24. April 2006

Über sie scheint die Geschichtsschreibung so einen Schleier der Gnade der frühen Geburt geworfen zu haben… Oder wie erklärt man sich ein solches Zitat ohne das man ihn in die Ecke von Wagner stellt:

Der jüdische Nigger Lassalle, der glücklicherweise Ende dieser Woche abreist, hat glücklich wieder 5000 Taler in einer falschen Spekulation verloren. Der Kerl würde eher das Geld in den Dreck werfen, als es einem “Freunde” pumpen, selbst wenn ihm Zinsen und Kapital garantiert würden.

Es ist mir jetzt völlig klar, dass er, wie auch seine Kopfbildung und sein Haarwuchs beweist, von den Negern abstammt, die sich dem Zug des Moses aus Ägypten anschlossen (wenn nicht seine Mutter oder Großmutter von väterlicher Seite sich mit einem nigger kreuzten). Nun, diese Verbindung von Judentum und Germanentum mit der negerhaften Grundsubstanz müssen ein sonderbares Produkt hervorbringen. Die Zudringlichkeit des Burschen ist auch niggerhaft.

Da kann man nur Vermuten das es in der für die Arbeiterklasse doch eine nicht ganz so konsensuslaufende Tendenz der egoistischen Vorherrschaftskeilerei gab. Schliesslich bezeichnete man Lasalle zu Lebzeiten gelegentlich als Wunderkind (laut Wikipedia). Oder Marx handelte im Affekt als er dies Engels schrieb – weil er mal wieder der materialistischen Welt mittels Geldnot erlag. Wer weiss…

Für interessierte am ‘Sinn’ von Luhmann   / 14. April 2006

In seinem 1987 veröffentlichten Werk „soziale Systeme“ widmet Niklas Luhmann dem Sinn ein gesamtes Kapitel. Hier die wichtigsten Eckpunkte:Max Weber begann mit dem Sinn im Handeln. Diese Auffassung von Sinn ordnet den Sinn einem Menschen zu der eine Handlung ausführt. Alfred Schütz verfeinerte dies in dem er vom Handlungsentwurf sprach der bereits vor der präsenten Handlung Sinn enthielt. Für Schütz wie Weber war die Sozialwissenschaft daher eine Handlungstheorie. Alles Soziale basierte auf Handlungen und ihrem Sinn. Luhmann übernahm die Ansicht das sich alles Soziale auf den Sinn beziehen läst. Allerdings entkoppelt er Sinn von Handlung und damit vom Bewußtsein des Menschen. Weiterlesen »

Noch ein Satz des Tages   / 13. Dezember 2005

Ronald Pofalla: "Schröder geht’s dabei weniger ums Gas als um Kohle" – ein cooler Spruch.