Moinsen
Intro
Ich:
[0:21] Wir sind alle wahnsinnig alt geworden. Merkt Ihr es auch. Fühlt euch gebrechlich langsam im Geist oder was auch immer das Alter wahrscheinlich mit sich bringt,
irgendwann kommt es schon glaube ich das ist das Gespräch darüber. Die neunte Ausgabe von Talk Radio dem Podcast als Vorwort sozusagen zum Buch die Rentner Republique.
[0:54] Wir beginnen wie immer mit Danksagungen. Kein neuer Käufer dieses Buchs aber ein wieder Finanzier Jeffrey hat zehn Euro geschickt wie schon im vergangenen Monat Monate sehr gut,
Danksagung
[1:07] ich habe mich für heute entschieden mal ein Clovis wachsam zu machen denn es ist eine Fernsehsendung zu mir gespült worden von der ich glaube einen Transkript zu brauchen und das wird ja immer hier automatisiert mitgeliefert.
Close Watching: Hunderjährige In Asien
[1:22] Ich weiß noch nicht mehr genau wer sie mir empfohlen hat.
Also Herzlichen Dank anonymer Weise irgendwo Twitter.
[1:31] Keine Ahnung wie auch immer der Titel dieser Sendung im Reich der Hundertjährigen.
Asiens alternde Gesellschaft die kam vor vier Tagen abends bei 3sat und ist wohl eine Schweizer Produktion der entsetzter.
[1:47] Allein der Titel ist schon interessant denn 100-Jährige Was ist das.
Na ja Leute die irgendwie hundert Jahre alt sind oder was kann sein. Es ist jedenfalls laut Wikipedia ein stehender Begriff.
Hundertjährige können auch 102 Jahre alt sein denn es geht um die Menschen die das hundertste Lebensjahr vollendet haben,
die Vereinten Nationen zählt sie an kamen 2013 auf 343 tausend Hundertjährige auf der Welt 2050.
Ist ja nicht so lange hin sollen es 3,2 Millionen sein.
Es geht um eine Verzehnfachung in Deutschland Dort soll es derzeit gut 16000 geben 2000 gab es ungefähr 6000.
Da liegt also schon eine klare Tendenz drin.
Und dann ist der interessante Satz von denen die in Deutschland nach dem Jahr 2000 geboren sind hat Prognosen zufolge die Hälfte gute Chancen das hundertste Lebensjahr zu erreichen.
Tja wer weiß vielleicht wird die Lebenserwartung demnächst nochmal eine große Schippe drauf ge setzt,
ein bisschen ungewöhnlich finde ich diese Prognose schon denn sie geht nicht ganz einher mit der eigentlich in der westlichen Welt schon wieder sinkenden Lebenserwartung.
[3:05] Allerdings werden hier ja statistische Peaks also richtige Ausreißer besprochen der letzte Weltkrieg hat die Statistik zerstört.
Aber gerade in den Jahren danach hat er die gesunde weil sehr reduzierte Ernährung,
dazu geführt dass Menschen doch sehr viel älter wurden und die jetzt derzeit nicht mehr ganz so gesunde sondern eine sterile und zu abwechslungsreiche und typische westliche Diät bringt ja eigentlich die Statistik wieder unter.
[3:33] Aber wer weiß vielleicht hat die Mittel Mittelmeer Diät noch Konjunktur.
Kann sich das ändern wie sich in Asien ernährt wird weiß ich nicht.
Die Chinesen verbrauchen nur ein Prozent im Vergleich zu Deutschland was Shakur Schokolade angeht.
Milch trinken Sie nicht beim Fleischkonsum weiß ich es nicht.
Also wer weiß in dieser Fernsehsendung ging es jedenfalls um Asien,
und das ist natürlich für uns interessant weil ich ja auf einen Vorbildcharakter setze oder ihnen zumindest heuristische analytisch daraus ableiten was man in Asien insbesondere in Japan als der ältesten Gesellschaft schon sieht.
Und das sind Menschen die ihren Alltag bewältigen und das heißt in dem Falle dann vor allem füllen wollen und müssen.
Exkurs: Arbeit Und Alter
[4:17] Patrick hat mich auf Twitter auf eine Infografik von Statista hingewiesen die sich auf Zahlen des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung bezieht.
Das ist natürlich sehr viel mit diesem Grammar zu tun hat.
Überschrift Rentner arbeiten nicht nur des Geldes wegen weiter und so ähnlich formulieren es auch die Forscher selbst.
[4:38] Kurz Bericht 24 2018 überschrift soziale Motive überwiegen.
Aber auch Geld ist wichtig und ja Geld ist wichtig aber diese sozialen Motive sind doch auch nicht ganz unbedeutend gerade wenn wie in Deutschland.
[4:55] Mitunter 65 in Rente gegangen wird obwohl man dann noch 30 40 Jahre weiterlebt.
Das ist eine Herausforderung für alle Beteiligten nicht nur diejenigen die selbst diesen Schritt in,
das Rentenalter oder den Vorruhestand oder wie auch immer wählen sondern eben auch für das soziale Umfeld von diesen und da war dieser Blick nach Asien den das Fernsehen hier ermöglicht doch ziemlich interessant.
Also zur Einstimmung lassen wir uns mal von der Sendung selbst einstimmen denn sie hat als erstes Thema gleich ein ganz hervorragendes gewählt.
Auch wenn die Musik die die Europäer hier für ihre Reportage ausgewählt haben ein bisschen altbacken klingt.
Egal. Wir springen mal direkt am Anfang rein.
Clips:
[5:47] Eine Turnhalle im Herzen Tokios. Hier treffen sich jede Woche betagte Japanerinnen um zu üben was normalerweise junge Amerikanerinnen tun,
sich in akrobatisch choreografierten Vorstellungen mit Pomp in kurzen Röckchen und,
einem großen Publikum zu präsentieren.
[6:11] Ich bin 85 Jahre alt unser Durchschnittsalter beträgt 71 mehr als die Hälfte von uns ist über 70 Wir sind ziemlich fit und tanzen richtig gerne.
Ich:
[6:25] Da stellt sich heraus sie scherzt nicht und es ist auch nicht nur eine Trainingsgruppe sondern das ist Wettkampf Vorbereitung.
Was die Journalisten hier aufgegriffen haben Japan nimmt an Wettkämpfen für Chillida teil auch wenn sie natürlich weniger Siegchancen haben.
Eine Attraktion für alle im Publikum ist es dann doch und wenn man der Reportage glaubt ist das ein Blick direkt in den Alltag wie auch der nächste.
Sie gucken in Tokio auf die Straße.
Clips:
[6:55] Ganz sogar Murg gilt als Mekka für Tokios Senioren als Szeneviertel der Alten.
Die berühmte Einkaufsstraße von Sukarno hat ihr Angebot fast ausschließlich auf die Generation 75 plus ausgerichtet und ist damit hoch rentabel.
Jedes Jahr frequentieren über acht Millionen Menschen diese weltweit wohl einmalige Fussgängerzone.
Ich:
[7:17] Shoppen Tanzen das sind eigentlich wirklich Jugendliche Domen Mannschaftssport.
Das ist ja im Grunde das was man Jugendlichen zugesteht weil man sich gerne von ihnen wünscht wenn sie sich so langsam vom Elternhaus abnabeln das erste Taschengeld ausgeben.
Hier wird genau das einmal dupliziert. Nur eben nicht für die Teenager sondern für die 60 Jahre älteren Menschen.
Und wenn da eine Volkswirtschaftsprofessor den wir jetzt hören das Problem beschreibt weshalb es so notwendig ist solche Straßenzüge,
sozial zu designen schließt sich ganz interessant ein Kreis denn das Problem was er hier lösen möchte mit diesem Städtebau,
ist eins das man wenn auch nicht als Problem so doch als Phänomen auch bei europäischen Jugendlichen schon sieht.
Bei japanischen allemal die Begriffe dafür haben schon geklärt.
Hier versucht man jetzt eine Lösung.
Clips:
[8:18] Motto Hiro Adamski Professor der Volkswirtschaft untersucht die schwierige Zukunft des Einzelhandels in Japan.
Ich untersuche wie man Einkaufsstraßen wiederbeleben kann. Mein Vorschlag ist es Menschen verschiedener Generationen zusammenzubringen.
Zentral ist es dass Kommunikation stattfindet.
Aber zuallererst müssen wir die Menschen einmal dazu bringen nach draußen zu gehen.
Ich:
[8:45] Nach draußen gehen nicht zu Hause hocken das ist Hickey Cho Mori wenn auch wahrscheinlich in eher leichterer Form denn hier reichen ja anscheinend noch niedere Anreize.
Unter europäischen Jugendlichen wird auch immer seltener Cornet ist zu lesen Hier gibt's schon mal eine große Parallele in den Herausforderungen beider Länder.
Der Professor abstrahiert auch hier nochmal das Problem ich sagen diese Fragestellung die er sich stellt ist nicht nur eine akademische sondern vielleicht demnächst eine politische.
In jedem Fall drängt sie sich in Europa insbesondere in Deutschland auch so langsam auf.
Clips:
[9:25] In Zukunft wird Japans Bevölkerung weiter schrumpfen. Aber wir haben trotzdem die Möglichkeit eine fröhliche Gesellschaft gestalten zu können.
Weniger Menschen heißt nämlich auch es gibt weniger Hektik und Gedränge. Ich glaube das kann eine gute Sache sein.
Alternde Gesellschaften Schrumpfen Und Sehen Auch So Aus
Ich:
[9:41] Alternde Gesellschaften sind automatisch schrumpfende Gesellschaften und die Frage ist Wie kann man es schaffen trotzdem eine fröhliche Gesellschaft zu bleiben die ihre Gelegenheiten nutzt vielleicht doch noch einmal ein bisschen in die Zukunft schaut.
Diese Frage stellt sich hier und in Japan und wollte man nicht ein Buch darüber schreiben sondern einen weiteren Film machen.
Man könnte man in Japan die Kulissen heute schon finden. Es sieht ein bisschen erschreckend aus.
Ich denke nur zuzuhören reicht um sich vorzustellen was das für Bilder sind die jetzt kommen.
Clips:
[10:14] Tokio ist die einzige Region Japans wo die Bevölkerung noch wächst,
im Umland entleeren sich bereits ganze Städte wie hier in Tokio City nur 90 Minuten von Tokio entfernt wo früher Geschäfte ihre Waren und Dienstleistungen offerierten dominieren heute Rolläden das Bild,
Streets nennt man solche verlassenen Straßen.
Und sie finden sich überall in Japan.
Hier wird sichtbar wie sich überalterung und Bevölkerungsrückgang auswirken.
Wo früher die Parkplätze knapp waren wuchert heute nur noch Unkraut.
Ich:
[10:49] Es sieht aus wie bei einem lächelnd Beton gibt's noch. Bleibt auch sichtbar allerdings kämpft sich die Natur zurück.
Gero von den Mikro Dilettanten hat letztens im Podcast davon erzählt wie es ist durch die Sperrzone Tschernobyl zu laufen.
Die Beschreibungen decken sich ziemlich gut. Es gibt Geisterstädte und Japan ist voll davon Tokio ist die einzige Region die überhaupt noch wächst was die Bevölkerung angeht.
Aber auch für Japan ist das alles erst der Beginn dieser demographischen Bewegung.
Clips:
[11:22] Seit 2015 nimmt Japans Bevölkerung ab. Und dieser Trend verschärft sich.
Die Demographen sagen einen kontinuierlichen Rückgang von gegenwärtig 126 auf 83 Millionen Einwohner vorher.
Ich:
[11:36] Seit drei Jahren nimmt die Bevölkerung ab und die Prognose bis 2050 gegen die erst einmal wenig spricht weil Einwanderung ist in Japan weiterhin ein Problem.
Auch durch politische Maßnahmen und Geburtenraten sind niedrig.
Bis 2050 wird also ein Viertel der heutigen Bevölkerung weg schrumpfen.
Wenn nun manche Regionen trotzdem noch sogar wachsen. Tokio zB größere Städte allgemein im Schnitt aber jedes vierte Haus leerstehen müsste bedeutet das für manche Regionen,
mehr als ostdeutscher Verhältnisse.
In Ostdeutschland gab es ja so eine Erfahrung dadurch dass sehr viele plötzlich weggezogen sind.
Es gab sozusagen eine regionale Mobilität. In Japan wird es so eine morbide Mobilität sein auch wenn die wiederum Es sind diese werden diese neuen Einzelfälle sein natürlich sehr weit nach hinten geschoben werden kann.
Das neue Phänomen hat schon einen ganz interessanten Namen.
Clips:
[12:37] Das Phänomen der immer weiter ansteigenden Lebenserwartung wird in Japan super Aging genannt.
Ich:
[12:44] Super Deutschland gibt's wie gesagt auch Hundertjährige 16000.
Die kriegen alle im Brief vom Bundespräsidenten wie man das in Japan handhabt weiß ich nicht.
Die Zahlen sind allerdings heute schon ganz andere.
Clips:
[12:56] Bereits heute sind über 60 000 Japaner über hundert Jahre alt und ihre Zahl steigt laufend an.
Ich:
[13:02] So Hundertjährige sind jetzt eine ganz besondere Gruppe weil die überschreitenden dieses Hundertjährige Lebensalter Lebensjahr.
Das sind natürlich weniger aber wenn man jetzt nur schrittweise runter geht 99 jährige 98 rege 37jährige dann wächst ja diese Gruppe rasant an.
Kindergarten, Aber Für Alte
[13:20] Die Statistik schleift da so ein Long Tail hinter sich her und der ist natürlich eine extreme volkswirtschaftliche Herausforderung.
Die wird uns hier immer vorgestellt auch im O-Ton von Leuten die sich damit befassen.
Ich denke das hat prognostische Potenzial für Deutschland.
Clips:
[13:39] Das führt naturgemäß zu einem großen Anstieg der Gesundheits und Pflegekosten in Kombination mit der rekord niedrigen Geburtenrate wird deren Finanzierung außerordentlich schwierig.
Vor den möglichen Folgen warnt der Vorsitzende der japanischen Gesellschaft für Geriatrie und Professor für Altersmedizin Hiro.
In den nächsten zehn zwanzig Jahren wird der Trend anhalten dass die Menschen noch älter werden nicht zuletzt aufgrund des medizinischen Fortschritts.
Die Frage aber ist werden sie auch länger gesund bleiben oder wird nur ihre Lebenserwartung steigen sich nicht aber auch ihr Gesundheitszustand verbessern wenn die Menschen älter werden nicht aber auch entsprechend länger gesund bleiben.
Dann könnte eine sehr ernste Situation eintreten.
Wir müssten dann für viel mehr Jahre Gesundheitsversorgung aufkommen das Geld für die medizinische Versorgung würde dann wahrscheinlich nicht mehr ausreichen und das ganze System könnte kollabieren.
Ich:
[14:40] Wenn ein Gesundheitssystem kollabiert so wie er das hier sagt ist das natürlich immer ein Stück kollabieren der Gesamtgesellschaft.
Denn hier geht es um eine Art von Grundversorgung die sozusagen,
soziale Säulen garantieren oder eben nicht wenn die Grundversorgung dann nicht klappt und wenn er sagt der Nachwuchsmangel führt zu Personalmangel im Gesundheitssystem,
ist das ja auch nur ein kleiner Einblick in einen größeren volkswirtschaftlichen Zusammenhang.
Auch auf Twitter wurde ich darauf hingewiesen ein Text von NHK JP also direkt die Quelle aus Japan allerdings auf Englisch geschrieben dadurch verstehen werden,
bis 2030 die work force in Japan um 6,4 Millionen um ihren heutigen Standard ihren heutigen Status quo zurück.
Damit wird eine Prognose des Arbeitsministeriums vom letzten Jahr um das Fünffache übertroffen.
Im Detail vier Millionen Arbeiter werden im Dienstleistungsbereich fehlen 1,8 sieben Millionen im medizinischen und im Wohlfahrts Sektor.
[15:53] Durch das Ausmaß von Tokio ist allein die Region Tokio mit einem Abschwung von 1,3 drei Millionen weniger Erwerbspersonen betroffen.
Wenn man das nun reduziert auf ein Problem im Gesundheitsbereich für das es eine politische Lösung geben könnte würde man die Politik komplett überfordern.
Es ist also eine soziale Herausforderung die alles in den Blick nimmt.
In Japan werden nun schon neue Sozialforum getestet die wir in Europa eigentlich auch schon kennen.
Ganz witzig vielleicht hört man von alleine raus.
Ansonsten sag ich mal an was mich erinnert hat.
Clips:
[16:34] Traditionelle Altersheime sind teuer viel günstiger ist der Aufbau von kleineren dezentralen Tagesstrukturen.
Die betagten bleiben möglichst lange zu Hause wohnen und halten sich nur tagsüber in einem Heim in der Nähe ihres Wohnortes auf.
Man versteht sich eher als Klub mit Mitgliedern die selbst bestimmen wie oft sie kommen wollen. Denn als klassisches Altersheim.
Vor kurzem wurden die Gesetze geändert. Jetzt geht der Trend eindeutig in Richtung kleinerer und multifunktionaler Heime mit einer Kapazität von maximal 18 Personen.
Im Prinzip übernachtet niemand hier aber nach Operationen und bei Bedarf gibt es auch diese Möglichkeit und wir holen die Senioren auf Wunsch ab und können von hier aus auch Besuche bei Ihnen zuhause organisieren.
Ich:
[17:26] Abgesehen davon dass es hier um alte Menschen geht würde ich sagen erinnert das sehr an einen europäischen Kindergarten.
Nur spricht man hier vom Club aber Tagesbetreuung in Gruppengrößen um die 18 damit der Betreuungsschlüssel hinhaut.
So etwas habe ich hierzulande noch nicht gesehen.
Aber das scheint eine erfolgreiche Methode zu sein und für manche bedeutet das Die schlagen hier gleich zwei Fliegen mit einer Klappe.
Denn warum ist man da weil man zu Hause nicht mehr klarkommt weil man Hilfe braucht,
weil man die Hilfe auf Anbieterseite besser gebündelt zur Verfügung stellt also auch die Menschen bündeln muss in einer vor Ort Betreuung diese ältere Frau hier erklärt mir ihre Motivation warum sie da jeden Morgen hingeht.
Alte Liebe Ist Lange Liebe
Clips:
[18:12] Ich wohne zusammen mit meinem Mann. Ich lasse mich aber jeden Tag von zuhause abholen um den Tag hier zu verbringen.
So muss ich nicht immer mit meinem Mann zusammen sein.
[18:29] Ich mag ihn nicht denn er macht immer nur ärger.
Ich:
[18:35] Habe ich zuerst auch ein bisschen geschmunzelt und dann gedacht Na ja aber wenn die jetzt alle hundert Jahre alt werden und sich trotzdem frisch und jung jung vor allem verlieben dann heißt das ja dass Ehen wenn sie halten auch sehr viel länger halten.
Und gerade wenn naja der etwas schwierigere Alltag die Kinder großziehen dem eigenen Beruf nachgehen dann irgendwann nicht mehr den Alltag bestimmen dann hockt man ja noch sehr viel mehr aufeinander.
Und das jetzt noch umso länger umso älter man wird also diese Frau hier flüchtet,
Es gibt aber ein Gegenbeispiel Wir hören eine Frau die noch zu Hause lebt und die sozusagen von mir jetzt auch nur als Kontrast zu dem O-Ton von eben nochmal gespielt wird.
Clips:
[19:18] Die 102 jährige Frau Hannah Carta lebt mit der Familie ihres Sohnes in einem Haus im Zentrum Tokios.
Ihr Mann starb jung aber auch noch über 50 Jahre nach seinem Tod gedenkt sie seiner jeden Tag im Haus schreiben..
Ich:
[19:33] Menschen trauern also auch sehr viel länger. Mehr als 50 Jahre in diesem Fall und das heißt ja im Grunde Wir müssen dann nicht nur darüber nachdenken wie wir mit Tanz,
und Einkaufsstraßen die älteren und dann auch uns selbst neu beschäftigen sondern im Grunde brauchen wir auch neue Heiratsmarkt für 70jährige,
da gibt's natürlich eine historische Erfahrung für hauptsächlich Frauen die ihre Ehemänner im Krieg verloren haben.
Das scheint sich zu wiederholen und zwar als würde ich sagen flächendeckendes Phänomen.
Eine Frage war ja dann auch wie findet man eigentlich neuen Partner für einen ganzen Lebensabschnitt wenn umso klarer ist dass im Grunde irgendwann Pflege ansteht.
Ist das nicht ein Hindernis gestalten sich Beziehungen so nicht irgendwie dann doch vielleicht anders.
Roboter: Outsourcing Von Pflegearbeit In Maschinen
[20:29] Das Alter macht das Miteinander jedenfalls nicht einfacher. Aber dafür es ja auch eine Lösung.
Die Roberta.
Clips:
[20:37] In Japan gibt es zu wenig Junge die sich um die vielen Alten kümmern weil das Pflegepersonal entsprechend knapp ist. Weicht man zunehmend auf Roboter aus Hauptaufgabe von Pepper ist wer hätte es gedacht.
Ausgerechnet der Gymnastik Unterricht.
Die meisten unserer Gäste freuen sich über den Roboter. Sie finden es lustig mit ihm zu sprechen und es amüsiert sie zu sehen was er tun kann.
Zuerst machten wir uns Sorgen aber dies war völlig unbegründet. Die Senioren sehen den Roboter einfaches Werkzeug und machen regen Gebrauch von ihm.
Ich:
[21:13] Das wünscht er sich. Aber hier stellt sich eine Frage sehen eigentlich Eltern die ihre Kinder mit ihrem Handy ablenken das Handy auch nur als Werkzeug von dem sie einfach davon ausgehen.
Die Kinder erkennen das schon dass die da gezeigten Bilder und so weiter sie nicht zu tief emotional in sich reinholen sollten.
Denn am Ende stellt sich heraus Sie haben es nicht mit einem Menschen zu tun und das ist auch keine Kommunikation sondern reine Selbstbeschäftigung.
Andersherum formuliert der Annehmlichkeiten eines Roboters für alte Menschen ist natürlich da.
Aber wie reizend sind eigentlich die Annehmlichkeiten für die Gesellschaft die das Problem mit ihren alten einfach delegieren kann.
Irgendwelche Roboter hier beginnt schon etwas von dem ich weiß dass es eine deutsche Diskussion dazu gibt eine Art von Selbstverleugnung.
Der Menschheit muss man im Grunde irgendwie so formulieren Pflege wird hier reduziert auf,
eine bestimmte Form von Arbeit und Arbeit wurde schon immer gerne an Maschinen outgesourct,
und ich denke in dem Fall ist die deutsche Debatte die ich öffentlich nicht kenne aber aus direkten Gesprächen schon sehr viel weiter im Vergleich zu dem Manager spricht dass wir jetzt hier aus Japan hören.
Clips:
[22:33] Die Roboter sind sehr gut darin genau dieselben Aufgaben immer wieder mit genau denselben Reaktionen durchzuführen. Sie sind aber nicht gut darin auf Emotionen zu reagieren. Dafür sind wir da.
[22:51] Manche Pensionäre vergessen den Trainings Ablauf gleich wieder oder stellen immer wieder dieselben Fragen dem Roboter wird es nie zu viel. Seine Geduld ist unerschöpflich.
Ich:
[23:01] In Bielefeld wo ich Soziologie studiert habe gibt es bestehe eine sehr große Einrichtung im Grunde ein ganzer Stadtteil für pflegebedürftige Menschen,
die dort nicht einfach nur betreut werden sondern wo sich auch viele gesellschaftliche Kräfte unter anderem auch die Forschung darum bemüht zu verstehen was da vor sich geht und auch was da vor sich gehen sollte also auch aktiv gestaltend einzugreifen.
Und ich weiß dass die Uni Bielefeld z.B. auch Informatiker Teams dran gesetzt hat diese Kommunikation mit alten Menschen zu organisieren und technisch umzusetzen und eine Vorgabe von Bethel war,
den Menschen zu zeigen dass sie hier Unterstützung erfahren von einem Computer von einer Maschine die sie nicht mit einem Menschen verwechseln sollten falls da jemand zuhört. Ich denke an Hendrick z.B.
Weise mich auch gerne auf Literatur die schon publiziert ist hin auf die man dann verweisen kann.
Diese Ethik die hier in Anfängen diskutiert wird wird gerade auch mit dieser technologischen Evolution die da stattfindet,
ist doch zunehmend interessant In Japan läuft die Diskussion irgendwie anders.
Bedenklicher würde ich sagen Wir hören hier mal O-Ton von einem Hersteller solcher Roboter.
Clips:
[24:21] Wenn es um eine wichtige Konversation geht lässt sich der menschliche Gesprächspartner nicht ersetzen.
Aber wenn jemand dement ist oder Alzheimer hat und immer wieder dasselbe wiederholt dann verliert auch der beste Altenpfleger irgendwann seine Geduld und zeigt Anzeichen von Langeweile oder ärger.
Der Roboter hingegen kann immer wieder geduldig auf den Patienten eingehen und die ihm in der gleichen Stimmlage antworten.
So kann der Roboter allen Beteiligten helfen.
Ich:
[24:54] Roberta damit das eh schon reduzierte Pflegepersonal nicht noch mehr genervt wird von den immer gleichen Wiederholungen der Fragen der Demenzkranken.
Wir wissen aus der deutschen Forschung insbesondere dass Demenz und Einsamkeit zusammenhängt das Gehirn wird frisch gehalten durch soziale Interaktion.
Nichts ist wichtiger für das Gehirn als soziale Interaktion und zwar mit echten Menschen in echten Gesprächen.
[25:21] Vermittelt und nicht irgendwie medial orchestriert,
von Demenz sind also vor allem einsame Menschen betroffen die durch die Demenz dann nochmal einsamer werden und Kommunikation mit einem Roboter oder mit einem Bildschirm das kennt auch jeder Social-Media abhängige,
führt einfach nicht zu den gleichen Synapsen Gewitter dass das Gehirn auf Trab hält.
Soziologisch gesehen Es gibt da keine doppelte Kontingenz als Problem zu lösen keine soziale Interaktion zu retten keine soziale Beziehung zu pflegen.
Wenn man davon anderem ausgeht führt man sich selbst oder in dem Fall die ganze alte Gesellschaft hinters Licht zu dieser Diskussion habe ich schon einiges Material aber es kann einfach nicht genug sein.
Also falls ihr irgendwelche Professoren habt die sich mit sowas beschäftigen Publikationen kennt weist mich da gerne darauf hin.
Geronto-Porn
[26:13] Im Film das ein bisschen in eine Richtung ab denn nicht alle alten sind sofort pflegebedürftig. Manche arbeiten auch als Pfleger.
Wir hören hier im O-Ton eine siebzigjährige Pflegerin die man über ihren Arbeitsalltag spricht.
Oh ich war ein bisschen überrascht vielleicht seid ihr es auch. Ich sage euch mal nicht worum es geht.
Clips:
[26:33] KB ist 700 Jahre alt. Und obwohl sie selbst schon im Pensionsalter ist arbeitet sie als Helferin in einem Altenheim. Ihre Pension beträgt nur rund 200 Franken im Monat und das reicht nirgends hin.
[26:51] Deshalb arbeite ich im Altersheim wo ich den Pensionären beim Essen Betten machen oder waschen helfe.
[27:04] Ich arbeite nur weil mein Ehemann depressiv ist und nicht mehr arbeiten kann und wir deshalb nie genug Geld habe. In meinem Alter ist es sehr schwierig eine Anstellung zu bekommen. Ich war verzweifelt,
als ich dann eine Anzeige sah in der Schauspielerinnen für Filme gesucht werden habe ich mich halt gemeldet.
[27:33] Doch diese Anzeige stellte sich als eine ganz besondere Form der Schauspielerei heraus.
[27:41] Seit drei vier Jahren spiele ich nun also in Pornofilmen mit,
Silber.
Seit einiger Zeit eine florierender Zweig der riesigen japanischen Porno-Industrie.
Ich:
[27:56] Geron to Porn Leute ich habe davon noch nicht gehört natürlich denkt man sich es ja alles irgendwie keine Ahnung aber das scheint das nicht zu sein. Hier gibts noch einen kleinen Nachtrag.
Clips:
[28:12] Im Prinzip ist es schon in Ordnung mit diesem Job nur aufgrund meiner gesundheitlichen Probleme ist es eben manchmal etwas schwierig. Aber abgesehen davon ist es schon okay.
[28:33] Ich drehe sowieso nicht so. Denn als Tagesschau-App habe ich ja auch noch meine Arbeit in der Altenpflege.
[28:45] Irgendwann werde ich mit der Arbeit als Pornodarstellerin auch aufhören aber noch nicht gerade jetzt.
Ich:
[28:51] So bogen Schläge zu machen gibts zur deutschen Renten Republique vielleicht Erwartung zu formulieren um überraschungen vorzubeugen weiß ich nicht. Kann natürlich alles sein.
In dem Fall bietet sich aber an es zumindest kurz gewusst zu haben dass es das dort gibt weil Menschen müssen beschäftigt werden.
Ob nun auf die eine oder die andere Art und Weise und das tun sie während in Deutschland immer noch das Problem ist dass Pflege Mitarbeiter nach Hause zu einsamen Menschen fahren die nicht genau wissen wohin mit ihrem Alltag.
Beschäftigung Im Letzten Lebensdrittel
[29:27] Woraufhin wir dann davon ausgehen dass die Pfleger sich auch um diesen sozialen Aspekt kümmern müssen läuft das in Asien insbesondere in Japan schon so ein bisschen anders.
80jährige lernen plötzlich wie man eine App schreibt um Traditionen aufrecht zu erhalten.
Insgesamt eigentlich ein ganz lustiger Dreh.
Clips:
[29:46] Trotz ihrer 85 Jahre läuft Masako schneller als manche 20jährigen.
Nach einem langen Arbeitsleben auf einer Bank pflegte sie ihre alte Mutter seit deren Tod ist sie pausenlos aktiv und mit immer neuen Projekten ausgelastet.
Sie will alten Leuten moderne Technologie nahebringen was sie sich im hohen Alter selbst beigebracht hat will sie weitergeben. Ihr letztes Projekt das Programmieren einer iPad-App.
[30:21] Wie man die Figuren für unser traditionelles japanisches Festival korrekt aufstellt.
Viele Leute haben vergessen wie das richtig gemacht.
Ich:
[30:32] Wenn man nicht weiß wie die Puppen aufgestellt werden fürs Fest kann man in der App nachschauen sie kommt dann weiter eine Reportage vor beispielsweise weil sie mit 70 noch Klavier gelernt hat.
Das würde ich sagen ist für alle ab 20 möglich und eine ganz eigene Erfahrung.
Die Hände als dieses philosophische Stück der äußeren Gehirne und so weiter noch einmal wirklich zu trainieren. Finger unabhängig voneinander zu bewegen.
Musik spielt da eine ganz große Rolle beim Umgang mit Alter.
Und wie gesagt das eigene Berufsleben immer weniger.
In Japan gibt es ein erstaunlich niedriges Renteneintrittsalter.
Clips:
[31:11] Ich glaube die Menschen sollten länger arbeiten. Aber es ist schwierig ein allgemein gültiges Pensionsalter zu definieren.
Viele Menschen gehen mit 65 in Pension und brauchen erst Pflege wenn sie Mitte 80 sind.
Wir sollten uns deshalb überlegen wie die Menschen diese 20 Lebensjahre am besten nutzen können.
[31:34] Das Pensionierungswelle beträgt in Japan noch immer tiefe 62 und wird bis 2025 gerade einmal auf 65 Jahre angehoben.
Ich:
[31:45] Es geht also tatsächlich um ein Drittel des ganzen Lebens. Für zumindest die Hundertjährigen.
Und selbst wenn die 77-Jährigen sind kann man immer noch grob von einem Drittel sprechen.
Als Bismarck damals die Rentenversicherung einführte war die Lebenserwartung 71 Dehli das Renteneintrittsalter 71 festgelegt.
Das ist hier nun ganz anders.
Und wie schon in dieser deutschen Diskussion die jetzt so langsam angestoßen wird beispielsweise durch die Berufs und Arbeitsmarktforscher spielt Arbeit aber eben nicht lohn Erwerb sondern im wörtlichen Sinne Beschäftigung eine immer größere Rolle.
Damit sind nun sehr sehr sehr viele Probleme. Richtige Herausforderung eigentlich sich ankündigenden Katastrophen genannt.
Singapur: Der Staat Und Die Alten
[32:30] Es gibt aber beim Blick nach Japan wenn man so etwas kleinere Einheiten sich anschaut Singapur als Stadtstaat z.B.
Schon ganz interessante Lösungen für das ein oder andere Problem weshalb es ganz gut ist dass der Film da auch nochmal umschwenkt und eben nicht nur Japan sondern die alten Bevölkerungen in Asien in den Blick nimmt.
In dem Fall sogar doppelt interessant weil wir hier gleich noch eine politische Stimme hören nämlich von der Gesundheitsministerin Amy koa hier mal kurz ein Stand der Dinge.
Clips:
[33:00] Über 80 Prozent der Singapurer leben in Sozialbau Wohnungen die vom Staat errichtet wurden. Die Wohnungen werden aber nicht vermietet sondern günstig verkauft.
In solchen überbauungen fördert die Regierung überall in Singapur die Errichtung von Tagespflege und Begegnungszentrum für Senioren.
Ich:
[33:19] Im Bild zu sehen war ein etwa 35 stöckigen Hochhaus also ein richtiger Wohnturm wie wir ihn in der westlichen Welt als die attraktivsten kennen.
In Frankfurt zum Beispiel kann man jetzt 140 Quadratmeter im 25.
Stock mieten für 3800 Euro Miete hier in Singapur soll man kaufen wie auch in Deutschland immer häufiger um im Rentenalter nicht von Miete belastet zu sein.
In dem Fall kümmert sich der Staat aber selbst um das Angebot. 80 Prozent aller Rentner in Singapur leben in Sozialwohnungen die der Staat gebaut hat.
Clips:
[33:58] Und wo früher Zigarettenautomaten standen spucken die Geräte heute Vitamine aus.
Ich:
[34:04] Was für ein Service. Hier war gerade ein alter Mann zu sehen der sich am Automaten Vitamine holt.
Da fragt man sich ein bisschen warum muss denn im Alter erst die medizinische Bedürftigkeit so offen zutage treten.
Warum gibt's diese Automaten nicht jetzt schon überall.
Naja jetzt wirds jedenfalls interessant. Die Kindergärten waren ja schon von mir angesprochen und die japanischen alten Tagesbetreuung in der Gruppe im Film.
Das lässt sich natürlich verschränken das kenne ich so auch aus Frankreich.
Ich will nicht sagen gang und gäbe aber normal ist dass Kindergärten und Altersheime nicht allzu weit auseinander gebaut werden damit es da eben Begegnung gibt.
Hier in Singapur Alltag.
Clips:
[34:48] Einmal die Woche kommen Kindergartenkinder für einen halben Tag auf Besuch ins Tages heim auf generationenübergreifende Begegnungen legt man in Asien generell viel mehr wert als in Europa.
Man ist überzeugt dass diese allen Vorteile bringen den alten wie auch den Jungen.
Ich:
[35:07] Und genau dazu jetzt die PolitikerInnen Stimme.
Clips:
[35:13] Wir müssen die Kinder erziehen und ihr Bewusstsein für das Altern schärfen.
Das bedeutet vor allem dass sie die ältere Generation respektieren und wertschätzen lernen sollen.
[35:28] Schließlich turnen die Senioren noch gemeinsam mit den Kindern. Solche Szenen sucht man in Europas Altersheimen leider vergebens.
Ob die Akzeptanz dafür da wäre.
Ich:
[35:41] In diesen gigantisch hohen Wohnhäusern in denen dieser soziale Raum mit eingebaut wurde Begegnungs Zentren direkt Haustür an Haustür und Begegnungszentrum,
findet nun sehr viel mehr statt als das nur ein paar junge Kinder noch vorbeikommen und die Alten auf Trab bringen und so eben auch die jungen Kinder auf Trab gebracht werden,
Lernen, Was Man Im Beruf Nicht Brauchte
[35:59] sondern es gibt auch ein unfassbar großes Kursangebot,
alle möglichen Sachen Meditation Musik.
Man lernt irgendwas Malerei. Als ich das gesehen habe habe ich so gedacht alles was man mit jungen Menschen nicht macht weil man irgendwie davon ausgeht dass das nicht unbedingt für den Beruf förderlich ist oder Zeitverschwendung.
Man müsste so viel Wichtigeres machen findet plötzlich bei den alten statt.
Mit der Argumentation das verlängert das Leben oder macht das lange Leben schöner.
Also gibt es doch eine interessante Paradoxie die auch mal entfaltet werden muss bei einer Sache verschränken sich dann die Domänen Arbeitswelt und Lebenswelt.
Doch es gibt hier ein Kurs den ich besonders interessant fand.
Clips:
[36:42] Andere Kurse sollen dazu beitragen dass die Senioren Fähigkeiten vermittelt bekommen die ihnen helfen können länger im Arbeitsleben zu verbleiben.
In den Räumlichkeiten einer technischen Hochschule kann man von der Pike auf lernen Computer selbst auseinander zu nehmen und anschließend wieder zusammenzubauen.
Hier treffen wir auch den 74 jährigen Williams einen ehemaligen Armeeoffizier der uns bereitwillig erzählt warum er hier ist.
[37:14] Ich glaube dass wir in unserem Leben so lange arbeiten sollten wie es uns möglich ist.
Das Wichtigste dabei ist dass ich meine Arbeit genieße. Es geht nicht einfach darum Geld zu verdienen.
Es geht darum gesund zu bleiben und seinen Kopf zu gebrauchen damit man nicht abbaut. Deshalb arbeite ich auch nach der Pensionierung weiter.
Ich:
[37:35] Es geht ja um Arbeit bei der nicht die Zweck Erfüllung im Mittelpunkt steht sondern das eigene Gehirn als Trainings Masse,
bedient wird weil man es trainiert ist vor allem dadurch dass man die Gehirne so viel auslagern lernt auseinander und wieder zusammenzubauen.
Vielleicht könnte man auch vom Engineering der Lebensgrundlagen sprechen.
Zumindest bietet sich das ein bisschen als naja so eine witzige Heuristik an.
Wiederentdeckung Des Dörflichen Geists
[38:04] Wir hören hier nochmal die Gesundheitsministerin die noch mal den Zeiten Wandel erklärt.
Clips:
[38:11] Es gibt ihn auch in Singapur noch den dörflichen Geist die Gemeinschaft die zusammenkommt um sich gegenseitig zu helfen.
Auch die innerfamiliäre Unterstützung ist noch immer sehr stark.
Aber aufgrund der schrumpfenden Familien Größen und der Zunahme von Single-Haushalten können wir in der Zukunft nicht darauf bauen.
Wir müssen also Gemeinschaften aufbauen die den Familienverband ergänzen und gegebenenfalls ersetzen können.
Ich:
[38:37] Da sitzt man im politischen Berlin auch schon zusammen und macht sich solche Gedanken.
Bisher hat man ja vor allem Singular Arisierungen gefördert indem man diese Eigenheime heute,
durchfinanziert mit Wohn Kindergeld oder wie es auch immer heißt früher Eigenheimzulage denn da fördert man Familien im Bau von Häusern die sie brauchen wenn sie mit Kindern zusammenleben.
Irgendwann sind die Kinder weg und die Alten bleiben.
Und das kann man hier auch in Frankfurt schon so ein bisschen sehen.
Während die Familie mit Kindern im Hochhaus leben und quasi auf dem Balkon Geburtstag feiern stehen hier sehr viele Gärten einfach leer werden allenfalls zur Pflege genutzt.
Da ist dann morgens eine Stunde etwas los aber danach ist in diesen Gärten die ich hier zumindest sehe wenn ich aus meinem Fenster koketten nichts los in Asien findet man da antworten auch wenn sie der Staat vielleicht selbst da noch nicht fördert.
Hier wird doch mal eins vorgestellt eine Wohnanlage von der ich sagen würde die mittelalterliche Willi Kation scheint ja tatsächlich Zukunft zu haben zumindest taugte sie wahrscheinlich als Vorbild.
Clips:
[39:45] Die besten Lebensbedingungen für alte Menschen aber scheinen immer noch Großfamilien Strukturen zu bieten die vielleicht wie in diesem Mehrfamilienhaus nur neu umgesetzt werden müssten.
24 Familienmitglieder leben in sechs abgetrennten Wohnungen aber unter demselben Dach. Alle helfen einander. Und doch legt man Wert auf Privatsphäre.
Wir hatten das Glück dass es dieses Haus gab. Zwei meiner Schwestern das Potenzial erkannten hier eine Art eigenes Dorf zu errichten.
[40:26] Über einen Zeitraum von zehn Jahren sind wir schließlich alle hier eingezogen. Es ging nicht um das Haus sondern um die Menschen die hier leben.
Wir teilen viel Wahlzeiten wie auch Verantwortung und Babysitter.
[40:43] Es gibt natürlich auch Nachteile aber die Vorteile überwiegen bei weitem.
Ich:
[40:51] Hier geht noch um einen familiären Zusammenhang der sich gemeinschaftlich ein Ort zum Leben gesucht hat und in so eine Art Hof fand.
In Deutschland gibt es ja Vorreiter. Vor allem Henning Scherf der ehemalige Bremer Bürgermeister der das Wohnen im Alter sein eigenes Wohnen im Alter.
In diesen Wohngemeinschaften auch noch mal publizistisch begleitet,
um ein Bild des Alters oder der alten darzustellen das im Widerspruch mit anderen schon publizierten Methusalem-Komplott von Schirrmacher vor allem steht.
[41:24] In der aktiven Politik kenne ich diese Diskussion so aber nicht oder föderalen Strukturen oder sonst irgendwas.
Vielleicht ist das auch eine politische Domäne wo sich jede Stadt so ein bisschen um sich selbst kümmert sodass man es einfach nicht mitbekommt.
Zumindest gibt es aber die Gedankengänge ohne vorher Europa nur einmal Thema thematisiert zu haben kommt dieser Film jedenfalls zu einer sehr deutlichen klar formulierten Haltung.
Europa Aus Sicht Von Europäern. Die In Asien Waren
[41:52] Das ist ganz interessant sozusagen journalistisch weil der Film sehr deskriptiv und am Ende wird er so Ablativ und das zeigt dass wahrscheinlich vielleicht am Ende sogar nochmal eingegriffen wurde um so ein Punkt zu machen,
der über das hinausging weshalb man den Film machen wollte,
und so wie wir immer älter werden drängt sich wahrscheinlich auch das Thema als politisches Problem immer häufiger auf wenn man erst einmal angefangen hat sich damit zu befassen entsprechend meinungsstark kann man so ein Fazit auch sein.
Ich denke der Film hat einen ganz guten Umgang gefunden muss ich vielleicht noch mal drüber nachdenken ob man hier,
eine Trennung klar aber auch eine Macan also eine explizite Markierung der Trennung von Description und Appell soweit es nötig ist oder man es für nötig hält verwendet.
Der Film endet jedenfalls in der Tonlage so.
Clips:
[42:48] Asiens alternde Gesellschaften setzen weniger auf Wohlfahrtsstaat als auf Eigenverantwortung in die Gesellschaft integrieren statt in Institutionen versorgen stimulieren statt servieren und wertschätzen statt abwerten.
Grundsätze die auch in Europa einmal Gültigkeit hatten und auf die wir uns durchaus wieder Rückbesinnung.
Ich:
[43:11] Da enden sie mit einem ganz vorsichtigen könnten wir könnten uns ja mal zurückbesinnen. Ich würde sagen zurückbesinnen ist vielleicht,
eine neue Idee die mit der Gegenwart umgeht und die Zukunft vielleicht ein bisschen aufgreift könnte man ja auch um etwas zu finden könnte man ja auch in Betracht ziehen.
Zu sehen wie der mediale Umgang mit dem Thema ist ist auf jeden Fall interessant.
In Büchern wird ja immer so ein bisschen sachlicher umgegangen.
Der Leser ist quasi mit dem Text allein. Insofern gilt vieles was für Podcaster gilt Stimme und Stimmung bestimmen das Bild das es nicht gibt weshalb es umso wichtiger ist das Bild im Kopf der Rezipienten ein bisschen zu antizipieren.
[43:57] Oder sich über das eigene das man so wie ich jetzt auch darüber spreche sich macht,
ich finde auch interessant wie ein Podcast über Japan gesprochen wird und ich weiß dass ich hier noch ein Defizit habe was Japan angeht einen großen Wunsch Japan zu thematisieren aber Japan ist weit.
Ich war noch nie da ich kenne wenige die da waren in der letzten Freakshow wurde über Japan gesprochen es war sehr interessant das Spiel vielleicht auch noch einmal direkt vor und mal zu hören.
Das sind natürlich dann noch unmittelbare Eindrücke die Skeptiker in dem Sinne weist mich gerne darauf hin.
Gerade in Podcast wenn so ohne großen Plan ohne große Programmplanung vor allem einfach mal darüber gesprochen wird wieso ist in Japan zu sein.
Japan hat ja von Europa aus immer den Vorteil dass die Menschen die sich auf den Weg machen nach Japan immer ein paar Tage.
Wenn ich dann in Wochen gemessen wird da sind weil ich die Reise ansonsten nicht lohnt.
In dem Fall sind Reiseberichte immer interessant und wenn sich Journalisten auf den Weg machen um vorher geplante Filme abzuliefern.
[45:00] Natürlich auch interessant in dem Sinne freue ich mich über Hinweise zum Thema Japan denn so langsam will ich mir auch Japan erschließen.
Bücher natürlich auch herzlich willkommen. Aber in dem Falle gehen tatsächlich so Podcasts erst einmal vor und wenn es dann doch Fernseh Inhalte sind auf die man stößt.
Ich fand ja zum Beispiel die Thematisierung von Japan in der zweiten Westwall Staffel auch sehr interessant Dort wurde ja so ein bisschen salopp,
Shogun als Duplikat von Westwall vorgestellt also quasi nur das Genre ausgetauscht wird hier alte Samurai leben dort aber im Grunde mit der gleichen sozialen Dynamik.
Darin steckt natürlich auch eine etwas freche These dass nämlich alles das Gleiche sein kann und auch dieser kulturelle Umgang.
[45:52] Also diese Behauptung die die Nolans eingebaut haben ist natürlich als Rahmenprogramm für Bücher wie Ich plane nicht ganz uninteressant.
Falls Ihr wisst was ich meine und vielleicht auch etwas vor Augen habt auf das er mich noch mal hinweisen könnt.
Herzlich Willkommen darüber würde ich mich dann sehr freuen für heute allerdings erst einmal Schluss.
Das nächste Mal Nächste Woche lesen wir dann wieder ein bisschen Komentare Es sind ja doch einige aufgeschlagen und jetzt habe ich zweimal keine gelesen das nächste Mal werden wir also wieder ganz reflexiv.
Was die Rentner Republique angeht Wir reden über uns selbst und ich bin sehr gespannt und freue mich sehr auf weitere Reaktionen.
So ambitioniert man auch sein will man stellt dann im Kontakt mit so vielen auf einmal fest dass man doch im Grunde,
schüchtert manchmal auch ein bisschen ein immer wieder feststellt dass man,
im Grunde keine Ahnung hat worum es da geht wenn man einfach sagt Rentner Republique.
Ich sehe einfach nur dass da ein Problem ist das auch lösbar ist.
Sonst wäre es uninteressant und wenn man es dann mal anspricht thematisiert in welchem Rahmen auch immer bemerkt man dass die Thematisierung von wenig immer noch besser ist als die Thematisierung von nichts.
Intro
Ich:
[47:22] Das es ganz interessant sondern ein globales Phänomen wie Rentner Republik lässt sich dann doch vielleicht punktuell immer ganz gut einfach runter dampfen.
Also ich bin sehr gespannt wie das weitergeht.
Also beim nächsten Mal reflexiven Kommentar lesen. Ich bin sehr gespannt.